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28|06|06 +++ Unsere Reise nach Marokko: Von Nora und Ronan….
So beschließen Ronan und ich (Nora), diesen Winter unser zu Hause, Roses, den Rücken zu kehren. Da Ronan sich gerade einen Peugeot BOXER gekauft und diesen als Campingbus ausgebaut hatte, war die Entscheidung, wo die diesjährige Winterreise hingehen sollte endgültig gefallen:

Also auf nach Marokko, dem Land der Dattelpalmen, Oasen und 1000 & einer Nacht.
Die erste Etappe ist Tarifa, wir sind pünktlich am 31.12.
angekommen und haben dort Silvester gefeiert. Dass Neujahr in Tarifa eine riesige Party ist, kann sich sicher jeder denken. Am 02. Januar 2006 sind wir dann von Tarifa, dem südlichsten Punkt Spaniens, per Schiff weiter über die Meerenge von Gibraltar nach Tanger in Marokko gefahren.
Die Ankunft auf dem Afrikanischen Kontinent ist wirklich eine kontrastreiche Erfahrung. Nur gerade mal 40 Minuten Überfahrt, fast schon zu kurz für einen kulturellen Wandel.
Mit unserem ausgebauten Bus sind wir sehr flexibel. Ein eigenes Auto oder besser Wohnmobil ist auf einer Marokkoreise ein absolutes Muss.
Somit starten wir gleich, halten uns nicht lange in Tanger auf und fahren nach Meknes.


Die Landstrassen führen uns durch jedes noch so kleine Dörfchen. Die Orte unterscheiden sich nicht unmittelbar voneinander, nur die Armut wird immer größer, je südlicher man fährt. 
Eselchen und Schafe zählen zum Landschaftsbild.
In Meknes angekommen, bekommen wir einen kleinen Kultur-Schock, denn in der „ Ville Nouvelle“, dem modernen Teil der Stadt, gibt es Kneipen & Bars, obwohl Alkohol offiziell verboten ist.

Man hat das Gefühl in Europa zu sein.
Die sozialen Unterschiede zwischen dem Städtischen und dem Ländlichen werden uns schnell bewusst... Die Stadtmenschen
leben in der Gegenwart und sehr europäisch angehaucht, die Bauern auf dem Land führen ein Leben, wie vor 100 Jahren.
Meknes ist sehr eindrucksvoll, die Medina ist der reinste Wirrwarr. Wir bleiben nicht lange, da wir unbedingt so schnell wie möglich nach Essaouira wollten.
In Essaouira beschließen wir 2 Wochen zu bleiben. Wir besuchen die Club Mistral Station, die, herrlich gelegen, sich inmitten der Bucht von Essaouira befindet.

Das Team der Club Mistral Station ist super nett, wir haben viel Spaß mit den Jungs dort. Zeitgleich waren auch Geoffrey und
Lukas vom Club Mistral Tarifa dort. Der Wind hält in den zwei Wochen meist Winterschlaf, aber wir lassen uns vom Wellenreiten in den Bann ziehen und genießen unsere Zeit in diesem schönen Fischerdorf….Wir unternehmen außerdem eine Quadtour direkt am Strand. Das sollte man nicht verpassen, wenn man in Essaouira ist. Es gibt einen tollen Markt, die Leute sind unglaublich freundlich und die Auswahl der Restaurants ist für marokkanische Verhältnisse einzigartig.

Viele Leute sprechen von Dakhla, dem Spot mitten in der Wüste! Bevor wir noch weiter in Essaouira bleiben, wo es auch teilweise etwas frisch wurde, beschließen wir uns auf ein neues Abenteuer einzulassen.

3 Tage und 1200 km dauert die Fahrt nach Daklah. Es herrschen schlechte Straßenverhältnisse und dementsprechend zieht sich die Fahrt, mehr als 400-500 km am Tag sind nicht drin. Dass die Marokkaner schlecht, ja sehr schlecht Auto fahren, trägt zusätzlich zum langsamen Vorankommen bei (man weiß nie, ob der Führerschein gekauft wurde, oder ob jemand wirklich in einer Fahrschule Autofahren gelernt hat).
Auf der zweiten Hälfte des Trips sehen wir nichts außer Sand und Meer. Dieses Gefühl, völlig allein zu sein, ist Wahnsinn.

Außer ein paar Kamelen hier und dort gibt es nichts, nicht mal mehr Esel oder Schafe sieht man...
In Dakhla angekommen, empfangen uns Traumbedingungen.

Von weitem sehen wir bunte Punkte in der Luft und es sieht so aus, als ob da Wasser wäre... ein See mitten in der Wüste? Erneut eine Fata Morgana oder diesmal Wirklichkeit???
Nein, es ist die Lagune der Halbinsel Dakhla´s!!! Wir sind da! 25 km vor der Stadt Dakhla gibt es einen großen Parkplatz, an dem ca. 20 Wohnmobile stehen. Wir parken dort, bauen sofort unsere Kites auf und waren direkt auf dem Wasser am heizen. Eine perfekte, grünschimmernde Lagune mit absolutem Flachwasser. 
Das Paradies...
Vom Sternenhimmel der Wüste brauche ich euch sicher nichts zu erzählen, das ist der Hammer!
Am dritten Tag lernen wir eine einheimische Familie kennen,
die uns mit Wasser für unseren 30 Liter Wassertank versorgt. Anschließend laden sie uns mehrmals zum Essen zu sich nach Hause ein.
Lecker Couscous und Tajine … hmmmm!!!
Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Daklah nur wenige. Ein Campingplatz: Das ist wohl eher Wildcampen, was jeder dort macht, denn nette Plätze gibt es en masse. Wir übernachteten abwechselnd an der Lagune (PK 25) oder an der Atlantikseite, wo es tolle Wellen gibt und atemberaubende Sonnenuntergänge. Geduscht haben wir entweder im Hammam (dem typischen Wasserdampfbad), was eine Erfahrung wert ist, oder in einer Sulfatduschquelle mitten in der Wüste.
Hier ein Bild von Nora beim Zucker zerkleinern:

Wir trinken unheimlich viel Tee. Nachtleben haben wir keines gefunden, kann man hier total vergessen, aber wer braucht das schon!

Als wir in Dahkla sind, findet die Windsurf-Challenge von dem französischen Magazin „Wind“ statt: Kauli Seadi, Ricardo Campello, Baptiste Gossoin, Victor Fernandez, Bugma (wie noch??) verbringen hier 2 Wochen, um die schönsten Wellen Dakhla´s abzureiten.

Die Qualität der Welle kommt der Punta Pretas auf den Kapverden gleich. Wir können das Schauspiel täglich live beobachten. Irre....
Unsere Rückreise geht über Sidi Ifni, mit einer weiteren Woche Zwischenstopp in Essaouira, 
dieses mal mit viel Wind!!! So wie es auch üblich ist für Essaouira.
Am 20.02. reisen wir zurück nach Golf de Roses, mit vielen tollen Momenten und Erinnerungen im Boardbag und vor allem super erholt!
Und wann wollt ihr nach Marokko? Hier muss man gewesen sein, finden wir-
Nora & Ronan

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Name : Inge Schleibinger,
Aktuelle Station : Weilheim (Head Office).
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